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        <title>Eyn sendebrieff von dem harten buͤchlin wider die Bawrn : a digital edition</title> <!-- Title of the DIGITAL edition -->
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          <persName>Jana Christin Lammerding <!-- Editor Name -->
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      <extent>24 folios.<note>complete</note></extent>
      <!-- to be filled in/checked by student. This is the extent of the *digital* edition, not the printed book. The note should indicate whether the whole book has been digitised, (complete) or just a part (partial) -->
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        <publisher>Taylor Institution Library, one of the Bodleian Libraries of the
          University of Oxford, </publisher>
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        <note type="holding"><p>Transcribed from: <orgName>Taylor Institution Library</orgName>: ARCH.8o.G.1525(15).  Images scanned
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          <p>This is a facsimile and transcription of <title>Eyn sendebrieff von dem harten buͤchlin wider die Bawrn.</title>. </p> <!--Add title of source book-->
          <p>The transcription was encoded in TEI P5 XML by Emma Huber. </p><!--Add your name-->
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            <title>Eyn sendebrieff von dem harten buͤchlin wider die Bawrn</title>
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        <p>This is a diplomatic edition. The text reproduces the source as faithfully as possible without normalization or expansion of abbreviations. The different forms of s (including long ſ) have been preserved as printed. u/v and i/j have been captured as printed. Line breaks and original hyphenation have been encoded.</p><!-- to be filled in by student -->
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      auff die brust ſetʒen / denn du biſt ein gotloſer. Wenn aber das ge ⸗<lb/>
      ſinde ʒů lieffe / vnd erwuͤrget mich / oder der richter ließ mich koͤ ⸗<lb/>
      pffen / woͤlt ich ruͤffen / Ey Chriſtus leret / ir ſolt barmhertʒig ſeyn<lb/>
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      die rauber / moͤrder / dieb vn̄ ſchelck / ſol man erſt ein liedleyn von<lb/>
      der barmhertʒigkeyt ſingē vnd ſagen / ſeyt ir barmhertʒig / wie<lb/>
      Chriſtus leret / vnd last uns toben / wie der teuffel leret / Thůt ir<lb/>
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      hertʒigkeyt / ſo woͤllen wir ein feyn weſen anrichten / Nemlich /<lb/>
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      hertʒigkeyt wol vernemē / Gotts reich iſt ein reich der gnadē vn̄<lb/>
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      ʒůwitʒigen / Erſtlich die baurn / das ſie lerntē / wie in ʒů woll ge<lb/>
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      der andern mit friden genieſſen moͤgen / den̄ es iſt allʒeyt beſſer die<lb/>
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      frid vn̄ ſicherheit / das einer mag ſeinē biſſen vn̄ trunck froͤlich vn̄<lb/>
      ſicher genieſſen / vn̄ dancktē got nit drūb / das muͤſt er ſie itʒt auff<lb/>
      diſe weyſe lerē / das ſie der kuͤtʒel vergieng / Den herrn war ſolchs<lb/>
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      ʒůuertrawē wer / auf dʒ ſie hinfuͤrder lerntē recht regirn / land vn̄
      
      
   
      
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      Gott wol / darūb gab er der oͤberkeyt nicht einē fuchsſchwantʒ<lb/>
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      den bald auch ernden / was ſie itʒt ſeen / den̄ der droben ſitʒt ſihet<lb/>
      ſie / vnd wird komen ehe ſie ſich umbſehen / Es ſol in feylen / was<lb/>
      ſie fuͤrhaben / das weyß ist / wie es in bißher gefeylet hat.<lb/>
      Ich hab auch in dem ſelbigen buͤchlin geſchrieben / das itʒt ſo<lb/>
      wunderlich ʒeyt iſt / das man mit morden vn̄ blut vergieſſen den<lb/>
      hymel verdienē mag / Hilff got / wie hat der Luther da ſein ſelbſt<lb/>
      vergeſſen / 8 bißher gelert hat / man muͤſſe on werck allein durch<lb/>
      den glauben gnad erlangen vn̄ ſelig werden / Aber hie gibt er nit<lb/>
      alleyne den wercken die ſelickeyt / ſondern auch dem grewlichen<lb/>
      werck des blut vergieſſens / da da iſt 8 reyn entbrand / Lieber got<lb/>
      wie gnaw ſucht man mich / wie lauret man auff mich / vn̄ hilfft
      
      
    
      
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      doch nit / Den̄ ich hoffe / man ſoll mir ya auch laſſen den brauch<lb/>
      der wort vn̄ die weyſe der red / ſo nit allein der gemeine man hat /<lb/>
      ſonder auch die ſchrifft hellt / Spricht nit Chriſtus Matt.5. Se ⸗<lb/>
      lig ſind die armē den̄ ir iſt das hymelreich! Vnd ſelig ſeyt ir / wen̄<lb/>
      ir verfolgung leydet / den̄ ewrlon iſt groß im hymel / vn̄ Mat.25<lb/>
      da er die werck der barmhertʒigkeyt belonet et / vnd dergleichen<lb/>
      vil mehr / vn̄ bleibt doch war / das die werck nichts thůn vor got<lb/>
      ſondern alleyn der glaub / Wie aber das ʒůgehe / hab ich ſo vilmal<lb/>
      vnd ſonderlich im Sermon vom vnrechten Mammon geſchri<lb/>
      ben / wer ſich daran nit will benuͤgen laſſen / der far ymer hyn vn̄<lb/>
      erger ſich ſeyn lebēlang. ¶ Das ich aber das werck des blut ver<lb/>
      gieſſens hab ſo theuͤr gemacht / wird mein buͤchlein am ſelbigen<lb/>
      ort ʒeuͤgen reichlich / das ich geredt hab von welltlicher oͤberkeyt<lb/>
      die Chriſtlich iſt / vnd ir ampt Chriſtlich fuͤret / ſonderlich wenn<lb/>
      man wider die auffruͤriſchen hauffen ʒeucht ʒů ſtreytten / ſollten<lb/>
      die ſelbigen mit blutvergieſſen vnd außrichtung irs ampts nicht<lb/>
      wol thůn / ſo muͤſt Samuel / Dauid / Sampſon auch nicht wol<lb/>
      gethan haben / da ſie die vbelthetter ſtrafften vnd blut vergoſſen /<lb/>
      Ists nit gut noch recht / dermaſſen blutvergieſſen / wolan ſo laß<lb/>
      man das ſchwerdt anſtehen vn̄ ſeyen frey bruͤder / thůn was vns<lb/>
      luſtet. Den̄ das bitt ich euch vn̄ yderman mit fleyß / das ſie woll ⸗<lb/>
      tē doch meyn buͤchlein recht an ſehen vn̄ nit ſo vber hyn fahren / ſo<lb/>
      werdē ſie ſehē / das ist als eym Chriſtlichē prediger gebuͤrt / hab<lb/>
      allein die Chriſtliche frume oͤberkeyt unterricht / ich ſag noch ein<lb/>
      mal vn̄ ʒū drittē mal / dʒ ich allein der oͤberkeit geſchriebē hab / die<lb/>
      da chriſtlich oder ſonſt redtlich faren woͤlltē / das die ſelbigen ire<lb/>
      gewiſſen moͤchtē in ſolchē fall unterrichtē / nemlich / das ſie flur<lb/>
      in den hauffen der auffrůriſchen ſchlahen ſollen / unangeſehē / ſie<lb/>
      treffen ſchuldig oder vnſchuldige / vn̄ ob ſie vnſchuldige gleych<lb/>
      treffen / das ſie keyn gewiſſen davon ſollen machē / ſondern Got<lb/>
      ſeine dienſt ſchuldig damit bekennen / hernach aber wenn ſie ge ⸗<lb/>
      wonnen haben / das ſie den̄ gnad ertʒeygen / nicht allein den vn ⸗<lb/>
      ſchuldigen (wie ſie es halten) ſonder auch den ſchuldigen.<lb/>
       Aber die wuͤtigen / raſenden vn̄ vnſinnigen tyrannen / die auch<lb/>
      nach der ſchlacht / nit muͤgē blutßſat werdē / vn̄ in irem gantʒem<lb/>
      leben nicht vil fragen nach Chriſto / hab ich mir nit fuͤrgenomen
      
      
    
      
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      ʒů vnterrichten / den̄ ſolchen blůthundē gilt es gleich vil / ſie wuͤr<lb/>
      gen ſchuldig oder vnſchuldig / es gefall got oder dē teuͤfel / die ha ⸗<lb/>
      ben das ſchwert allein ire luft vn̄ můtwillē ʒů buͤſſen / die laß ich<lb/>
      iren meiſter den teufel fuͤren / wie er ſie fuͤrt / als ich gehoͤrt hab / dʒ<lb/>
      ʒů Muͤlhauſen vnter etlichē groſſen hanſen eyner hab das arme<lb/>
      weib Thomas Muͤntʒers / das nu ein widwen vn̄ ſchwangers<lb/>
      leibs iſt / ʒů ſich gefordert / vor ir auff die knye gefallen vn̄ geſagt /<lb/>
      liebe fraw laß mich dich / n. O ein ritterliche adeliche that / an ey<lb/>
      nem elenden verlaßnē ſchwangern weiblin begangē / das iſt ya<lb/>
      ein kuͤner helt / der dreyer ritter wol wert. Was ſolt ist ſolchē ran<lb/>
      gen vnd ſewen ſchreiben. Die ſchrifft nent ſolch leut beſtien / das<lb/>
      iſt / wilde thier / als da ſind woͤlff / ſew / bern vn̄ lewen / ſo wil ich<lb/>
      ſie auch nit ʒu menſchen machen / man můß ſie aber dennoch ley<lb/>
      den / wen̄ vns got durch ſie plagen wil. Ich hab es beydes geſor<lb/>
      get / Wurdē die baurē herrn / ſo wuͤrd der teufel apt werdē / wuͤr<lb/>
      den aber ſolch tyrannen herrn / ſo wuͤrd ſein můter aͤptißhin wer<lb/>
      den / Derhalbē het ich beide die baurn gern geſtilt / vn̄ frumē oͤber<lb/>
      keyt vnterrichtet / nu aber die baurē nit wolten / haben ſie iren lon<lb/>
      dahin / diſe aber woͤllen auch nit hoͤren / wolan ſie werden iren<lb/>
      lon auch haben / on das ſchad were / das ſie ſolten von den bau<lb/>
      ren ermoͤrt werden / das were ein fuchßſchwantʒ / helliſch fewr /<lb/>
      ʒittern vnd ʒeen klappen in der helle wirt ir lon ſein ewiglich / wo<lb/>
      ſie nicht bůß thůn.
</p><p>      Solchs hab ich / meyn herr vn̄ freund auff ewr ſchrifft woͤllen<lb/>
      antworten / hoff / ich hab mehr den̄ gnůg gethan / hat aber noch<lb/>
      yemand nit gnůg dran / der ſey ym̅er hin weyß vnd klůg / frum̅<lb/>
      vnd heilig in gots namen / vn̄ laß mich einen narren vnd ſuͤnder<lb/>
      bleyben / wiewol ist wolte / man ließ mich mit friden / man wirt<lb/>
      mir doch nit angewinnen / vn̄ ſol recht bleyben was ich lere vnd<lb/>
      ſchreib / ſolt auch alle welt druͤber berſten. Wil man ſich denn ya<lb/>
      ſeltʒam ſtellē / ſo wil ich mich auch ſeltʒam ſtellen / vn̄ ſehen / wer<lb/>
      ʒů letʒt recht behelt. Hiemit got befolhen / vn̄ ſagt dem Conrado /<lb/>
      das er ʒůſehe / treffs vn̄ lege ſich in dʒ recht bette. Der druͤcker ſols<lb/>
        hinfort auch meyden / vnd euch nit mehr Cantʒeler ſchelten / A.</p>
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