[Page a1r]

    Ein sendbrieff D. M. Lutthers. Von Dolmetzschen vnd Fuͤrbit der heiligenn. M.D.XXX.

    [Page a1v]

    Wenczeslaus Linck allen Christglaubigenn

    GOttes gnad vnd barmhertzigkeit. Der weise Salomon spricht Prou. 11: Wer korn inhelt / dem fluchen die leute. Aber segē kompt vber den / so es verkaufft. Welcher spruch eigentlich zu vorstehen ist von allem das zu gemeinem nutze odder troͤste der Christenheit dienen kan. Darumb schilt auch der Herr jm Euangelio den vntrewen knecht einen faulen schalck / das er sein gelt in die erden vergraben vnd verborgen hatte. Solchen fluch des herren vnd der gantzen gemein zu vermeiden / hab jch diesen sendtbrieff / der mir durch einen guten freundt zu handen kommen / nit wissen zu verhalten / sonder offentlich in druck geben / Dann die weil der verdolmetzschunge halben / altes vnnd newes testaments / vil rede sich zutragen / Nemlich die feinde der warheit furgeben / sam were der text an vilen orten geendert / odder auch verfelschet / da durch viel einfeltige Christen / auch vntern gelerten / ßo der Hebreischen vnnd Grekischen sprache nit kundig / entsatzunge odder schew gewinnen / Ist guͤttlich zu verhoffen das auffs minste zum teil hie mit den gottlosen / jhr lestern vorhindert / vnnd den frommen jhr scrupel benommen sollen werden / Villeicht auch verursachet / das ettwas mehrers auff solche frag stuck odder materi / geschriben werde / Bitt der halben einen ieden liebhaber der warheit / woͤlle jhm sollich werck jm besten lassen entpfolhen sein / vnd Gott treulich bitten vmb rechten vorstandt der Goͤttlichen schrifft zu besserung vnnd meherung gmeiner Christenheit. Amen. Zu Nuͤrmberg am 15. Septembris. Anno 1530.

    [Page a2r]

    Dem Erbarn vnd fursichtigen N. meinem guͤnstigen Herrn vnd freunde.

    GNad vnd fride in Christo / Erber fursichtiger lieber Herr vn̄ freund / ich hab ewer schrifft entpfangen mit den zwo questionen odder fragen / darin yhr meines berichts begert. Erstlich warumb ich zun Roͤmern am dritten capitel / die wort S. Pauli Arbitramur hominem iustificari ex fide absque operibus / also verdeutsch habe. Wir halten / das der mensch gerecht werde on des gesetzs werck / allein durch den glauben / Vn̄ zeigt danebē an / wie die Papisten sich vber die massen vnnuͤtze machen / weil ym text Pauli nicht stehet das wort Sola (Allein) vnd sey solcher zusatz von mir nicht zu leiden ynn Gottes wortten &c. Zum andern / ob auch die verstorben Heiligen fur vns bitten / weil wir lesen / das ja die Engel fur vns bitten &c. Auff die ersten frage (wo es euch gelustet) muͤgt yr ewern Papisten von meinet wegē antworten also.

    Zum ersten / Wenn ich D. Luther mich hette muͤgen des versehen / das die Papisten alle auff einen hauffen so geschickt werē / dz sie ein Capitel yn der schrifft kuͤndten recht vnd wol verteutschen / So wolt ich furwar mich der demut haben finden lassen / vn̄ sie vmb hilff vnd beystand gebeten das Newe Testament zuuerteutschen. Aber die weil ich gewuͤst / vnd noch vor augen sihe / das yhr keiner recht weiß / wie man dolmetschen / odder teutsch reden sol / hab ich sie vnd mich solcher muͤhe vberhaben / Das merckt man aber wol / das sie aus meinem dolmetschen vnd teutsch / lernen teutsch reden vn̄ schreiben / vn̄ stelen mir also meine sprache / dauon sie zuuor wenig gewist / dancken mir aber nicht dafur / sondern brauchen sie viel lieber wider mich. Aber ich gan es jn wol / den es thut mir doch sanfft / dz ich auch meine undāckbare juͤnger [Page a2v] dazu meine feinde reden gelert habe.

    Zum andern muͤgt yhr sagen / das ich das Newe Testamēt verdeutscht habe / auff mein bestes vermuͤgen vnd auff mein gewissen / habe damit niemand gezwungen / das ers lese / sondern frey gelasen / vnd allein zu dienst gethan denen / die es nicht besser machen koͤnnen / Ist niemandt verboten ein bessers zu machen. Wers nicht lesen wil / der las es ligen / ich bite vnd feyre niemādt drumb. Es ist mein testament vnd mein dolmetschung / vnd sol mein bleiben vnnd sein. Hab ich drinnen etwa gefeilet (das mir doch nicht bewuͤst / vnd freilich vngern einen bůchstaben mütwilliglich wolt vnrecht verdolmetschen) daruͤber wil ich die Papistē nicht zu richter leiden/ denn sie haben noch zur zeit zu lange ohren dazu / vnd yhr ycka ycka ist zu schwach mein verdolmetschen zu vrteilen / Ich weiß wol / vnd sie wissens weniger / denn des Mülners thier / was fur kunst / fleiß / vernunfft / verstandt zum gutten dolmetscher gehoͤret / denn sie habens nicht versuͤcht.

    Es heist / Wer am wege bawet / der hat viel meister. Also gehet mirs auch. Die jhenigen die noch nye haben recht reden koͤnnen / schweige den̄ dolmetschen / die sind allzumal meine meister / vnd ich mus yhr aller junger sein. Vnd wenn ich sie hette sollen fragen / wie man die ersten zwey wort Matthei 1. Liber Generationis solte verdeutschen / so hette yhr keiner gewist gack dazu zu sagen / Vnd vrteilen mir nu das gantze werck / die feinen gesellē. Also giēg es S. Hieronymo auch / da er die Biblia dolmetscht / da war alle welt sein meister / Er allein war es / der nichts kunte / Vnd vrteileten dem guten man sein werck / die jhenigē / so ym nicht gnug gewest weren / das sie ym die schuch hetten sollē wischen / Darumb gehoͤret grosse gedult dazu / so yemād etwas offentlich guts thun will / denn die wellt wil meister kluͤglin bleiben / vnd mus ymer das Ros vnter dem schwantz zeumen / alles meistern / vnnd selbs nichts koͤnnen / das ist yhr art / dauon sie nicht lassen kan.

    Ich wolt noch gern den Papisten ansehē / der sich erfur thet / vnd etwa eine epistel S. Pauli oder einen Propheten verdeutsch [Page a3r]et / So fern / das er des Luͤthers teutsch vn̄ dolmetzschen nicht dazu gebraucht / da solt man sehen ein fein / schoͤn / loblich deutsch odder dolmetzschen / Den̄ wir haben ja gesehē den Sudler zu Dresen / der mein New Testament gemeistert hat (ich wil seinen namen yn meinen buͤchern nicht mehr nennen / So hat er auch nun seinen richter / vnd ist sonst wol bekandt) der bekennet / das mein deutsch susse vnd gut sey / vnd sahe wol / das ers nicht besser machen kundt / vn̄ wolt es doch zu schandē machen / fur zu / vnd nam fur sich mein New Testament / fast von wort zu wort / wie ichs gemacht hab / vnd thet meine vorrhede / gloß vnd namen dauon / schreib seinen namen / vorrhede vnd gloß dazu / verkaufft also mein New Testament vnter seinem namen / Wan̄ / liebē kinder / wie geschach mir da so wehe / da sein landsfurst mit einer grewlichen vorrhede verdampt / vnd verbot des Luthers New Testament zu lesen / Doch daneben gebot des Sudelers New Testament zu lesen / welchs doch eben dasselbig ist / das der Luther gemacht hat.

    Vnd das nicht yemand hie dencke / ich liege / So nym beide Testament fur dich / des Luthers vnd des Sudelers / halt sie gegen ein ander / so wirstu sehē / wer yn allen beidē der dolmetzscher sey / Denn was er yn wenig orten geflickt vnd geendert hat (wie wol mirs nicht alles gefellet) So kan ichs doch wol leiden / vnnd schadet mir sonderlich nichts / so viel es den text betrifft / darumb ich auch nie da wider hab woͤllen schreiben / sondern hab der grossen weißheit muͤssen lachen / das man mein New Testament so grewlich gelestert / verdampt / verboten hat / weil es vnter meinē namen ist außgangen / Aber doch muͤssen lesen / weil es vnter eines andern namen ist außgangen. Wie wol / was das fur ein tugent sey / einem andern sein bůch lestern vnd schenden / darnach das selbige stelen / vnd vnter eigenem namen dennoch auß lassen gehen / vnd also durch frembde verlesterte erbeyt eygen lob vnd namen suͤchen / das las ich seinen richter finden. Mir ist ynn des gnug / vnd bin fro / das meine erbeit (wie S. Paulus auch rhuͤmet) muß auch durch meine feinde gefoͤddert / vnd des Luthers [Page a3v]bůch on Luthers namen / vnter seiner feinde namen gelesen werden / Wie kuͤnd ich mich bas rechen?

    Vnd das ich wider zur sachen kome / Wan̄ ewr Papist sich vil vnnuͤtze machen wil mit dem wort (Sola Allein) so sagt jm flugs also / Doctor Martinus Luther wils also haben / vnnd spricht / Papist vnd Esel sey ein ding. Sic volo / sic iubeo / sit pro ratione voluntas. Denn wir woͤllen nicht der Papisten schuler noch juͤnger / sonder yhre meister vnd richter sein / Woͤllen auch ein mal stoltziern vn̄ pochen mit den Esels koͤpffen / vn̄ wie Paulus wider seine tollen Heiligen sich rhuͤmet / so wil ich mich auch widder diese meine Esel rhuͤmen. Sie sind doctores? Ich auch. Sie sind gelert? Ich auch. Sie sind Prediger? Ich auch. Sie sind Theologi? Ich auch. Sie sind Disputatores? Ich auch. Sie sind Philosopi? Ich auch. Sie sind Dialectici? Ich auch. Sie sind Legenten? Ich auch. Sie schreiben buͤcher? Ich auch.

    Vnd wil weiter rhuͤmen: Ich kan Psalmen vnd Prophetē außlegen / Das kuͤnnen sie nicht. Ich kan dolmetzschen / Dz koͤnnen sie nicht. Ich kan die heiligen schrifft lesen / Das koͤnnen sie nicht. Ich kan biten / Das koͤnnen sie nicht. Vnd das ich herunter kome / Ich kan yhr eygen Dialectica vnd Philosophia bas / denn sie selbs allesampt. Vnd weiß dazu fur war / das yhr keiner yhren Aristotelem verstehet. Vnnd ist einer vnter yn allen der ein proemium odder Capittel ym Aristotele recht verstehet / so wil ich mich lassen prellen. Ich rede ytzt nicht zuuil / den̄ ich bin durch yhre kunst alle erzogen vnd erfaren von jugent auff / weiß fast wol wie tieff vnd weit sie ist. So wissen sie auch wol / das ichs alles weiß vnd kan / was sie koͤnnen / Noch handeln die heillosen leute gegen mir / als were ich ein gast jnn yhrer kunst / der aller erst heut morgen komen were / vn̄ noch nie weder gesehen noch gehoͤrt hette / was sie leren odder koͤnnen / So gar herrlich prangen sie herein mit yhrer kunst / vnd leren mich / was ich vor zwentzig jaren an den schuhen zu rissen habe / das ich auch mit jhener metzen auff all yhr plerren vnd schreien singen mus / Ich habs fur siben jaren gewist / das hůffnegel eysen sind.

    [Page a4r]Das sey auff ewr erste Frag geantwortet / vn̄ bitte euch / woͤllet solchen Eseln ja nicht anders noch mehr antworten auff yhr vnnuͤtze geplerre vom wort Sola / Denn also viel / Luther wils so haben / vn̄ spricht / Er sey ein Doctor vber alle Doctor jm gantzen Bapstum / da sols bey bleiben / Ich will sie hinfuͤrt schlecht verachten vnd veracht haben / so lange sie solche leute (ich wolt sagen) Esel sind / Denn es sind solche vnuerschempte tropffen vnter yhn / die auch yhr eigen der Sophisten kunst nye gelernt haben / wie Doctor Schmidt / vnd doctor Rotzloͤffel / vnd seine gleichen / vnd legen sich gleich wol widder mich / yn dieser sachen / die nicht allein vber die sophisterey / sondern auch (wie sanct Paulus sagt) vber aller welt weißheit vnd vernunfft ist. Zwar es durfft ein Esel nicht viel singen / man kennet yn sonst wol bey den ohrē.

    Euch aber vnd den vnsern wil ich anzeigen / warumb ich dz wort (sola) hab woͤllen brauchen / Wiewol Roma. 3. nicht sola / sondern solum odder tantum von mir gebraucht ist. Also fein sehen die Esel meinen text an. Aber doch hab ichs sonst anders wo sola fide gebraucht vn̄ wil auch beide solum vnd sola haben. Ich hab mich des geflissen ym dolmetzschen / das ich rein vnd klar teutsch geben moͤchte. Vnd ist vns wol offt begegnet / das wir viertzehen tage / drey / vier wochen haben ein einiges wort gesuͤcht vnd gefragt / habens dennoch zu weilen nicht funden. Im Hiob erbeiten wir also / M. Philips / Aurogallus vnd ich / das wir yn vier tagen zu weilen kaum drey zeilen kundten fertigen. Lieber / nu es verdeutscht vn̄ bereit ist / kans ein yeder lesen vnd meistern / Laufft einer ytzt mit den augen durch drey vier bletter vnd stost nicht ein mal an / wird aber nicht gewar welche wacken und kloͤtze da gelegen sind / da er ytzt vber hin gehet / wie vber ein gehoffelt bret / da wir haben muͤssen schwitzen vn̄ vns engsten / ehe den wir solche wacken vnd klotze aus dem wege reümeten / auff das man kuͤndte so fein daher gehen. Es ist gut pflugen / wenn der acker gereinigt ist. Aber den wald vnd die stoͤcke aus rotten / vnd dē acker zu richten / da will niemandt an. Es ist bey der welt kein danck zu verdienen / Kan doch Got selbs mit der sonnen / ja mit [Page a4v]himel vnd erden / noch mit seines eigen sons tod keinen danck verdienen / sie sey vn̄ bleibt welt deß teuffels namen / weil sie ja nicht anders will.

    Also habe ich hie Roma. 3. fast wol gewist / das ym Lateinischen vnd krigischen text das wort (solum) nicht stehet / vnd hettē mich solchs die papisten nicht dürffen leren. War ists. Dise vier buchstaben s o l a stehen nicht drinnen / welche buchstaben die Eselskoͤpff ansehen / wie die kue ein new thor / Sehen aber nicht das gleichwol die meinung des text ynn sich hat / vnd wo mans wil klar vnd gewaltiglich verteutschen / so gehoret es hinein / den̄ ich habe deutsch / nicht lateinisch noch kriegisch reden woͤllen / da ich teutsch zu reden ym dolmetzschen furgenomen hatte. Das ist aber die art vnser deutschen sprache / wenn sie ein rede begibt / von zweyen dingen / der man eins bekennet / vn̄ das ander verneinet / so braucht man des worts solum (allein) neben dem wort (nicht oder kein) / Als wenn man sagt / Der Baür bringt allein korn vn̄ kein geldt / Nein / ich hab warlich ytzt nicht geldt /sondern allein korn. Ich hab allein gessen vnd noch nicht getruncken. Hastu allein geschrieben vnd nicht vberlesen? Vnd der gleichen vnzeliche weise yn teglichen brauch.

    In disen reden allē / obs gleich die lateinische oder kriechische sprach nicht thut / so thuts doch die deutsche / vnd ist yhr art / das sie das Wort (allein) hinzu setzt / auff das das wort (nicht odder kein) deste volliger vnd deutlicher sey / Denn wie wol ich auch sage / Der Baür bringt korn vn̄ kein geld / So laut doch das wort (kein geldt) nicht so vollig vnd deutlich / als wenn ich sage / Der Baür bringt allein korn vnd kein geldt / vnd hilfft hie das wort (Allein) dem wort (kein) so viel / das es ein vollige Deutsche klare rede wird / den man mus nicht die buchstaben inn der lateinischē sprachen fragē / wie man sol Deutsch redē / wie diese esel thun / sondern / man mus die mutter jhm hause / die kinder auff der gassen / den gemeinen mā auff dem marckt drumb fragen / vn̄ den selbigē auff das maul sehen / wie sie reden / vnd darnach dolmetzschen / so verstehen sie es den / vn̄ mercken / das man Deutsch mit jn redet.

    [Page b1r]Als wenn Christus spricht / Ex abundantia cordis os loquitur. Wenn ich den Eseln sol folgen / die werden mir die buchstaben furlegen / vnd also dolmetzschen / Auß dem vberflus des hertzen redet der mund. Sage mir / Ist das deutsch geredt? Welcher deutscher verstehet solchs? Was ist vberflus des hertzē fur ein ding? Das kan kein deutscher sagen / Er wolt denn sagen / es sey das einer allzu ein gros hertz habe / oder zu vil hertzes habe / wie wol das auch noch nicht recht ist / den̄ vberflus des hertzen ist kein deutsch / so wenig / als das deutsch ist / Vberflus des hauses / vberflus des kacheloffens / vberflus der banck / sondern also redet die můtter ym haus vnd der gemeine man / Wes das hertz vol ist / des gehet der mund vber / dz heist gut deutsch geredt / des ich mich geflissen / vn̄ leider nicht allwege erreicht noch troffen habe / Den̄ die lateinischē buchstabē hindern aus der massen seer gut deutsch zu reden.

    Also / wen̄ der verrether Judas sagt / Matthei 26: Vt quid perditio hec? Vnd Marci 14. Vt quid perditio ista vngenti facta est? Folge ich den Eseln vnd buchstabilisten / so mus ichs also verdeutschen: Warumb ist dise verlierung der salben geschehen? Was ist aber das fur deutsch? Welcher deutscher redet also / verlierung der salben ist geschehen? Vnd wenn ers wol verstehet / so denckt er / die salbe sey verloren / vnd musse sie etwa wider suchen / Wiewol das auch noch tunckel vnd vngewiß lautet. Wenn nu das gut deutsch ist / warumb tretten sie nicht erfur / vn̄ machen vns ein solch fein hubsch new deutsch Testament / vn̄ lassen des Luthers Testament ligen? Ich meine ja sie solten yhre kunst an den tag bringen / Aber der deutsche man redet also / Vt quid &c.: Was sol doch solcher vnrat? odder / was sol doch solcher schade? Nein / Es ist schade vmb die salbe / das ist gut deutsch / daraus man verstehet / das Magdalene mit der verschutten salben sey vnrethlich vmbgangen vnd habe schadenn gethan / das war Judas meinung / denn er gedacht bessern rat damit zu schaffen.

    Item da der Engel Mariam gruͤsset vnd spricht: Gegruͤsset seistu / Maria vol gnadē / der Herr mit dir? Wolan / so ists biß [Page b1v]her / schlecht den lateinischen buchstaben nach verdeutschet / sage mir aber ob solchs auch gut deutsch sey? Wo redet der deutsch man also / du bist vol gnaden? Vnd welcher Deutscher verstehet / was gsagt sey / vol gnaden? Er mus dencken an ein vas vol bier / oder beutel vol geldes / darumb hab ichs vordeutscht. Du holdselige / da mit doch ein Deutscher / dester meher hin zu kan dencken / was der engel meinet mit seinem grus. Aber hie woͤllen die Papisten toll werden vber mich / das ich den Engelischen grus verderbet habe. Wie wol ich dennoch da mit nicht das beste deutsch habe troffen. Vnd hette ich das beste deutsch hie sollen nemen / vnd den grus also verdeutschen / Gott grusse dich du liebe Maria (denn so vil wil der Engel sagen / vnd so wurde er geredt haben / wan er hette wollen sie deutsch grussen) ich halt sie solten sich wol selbs erhenckt haben fur grosser andacht / zu der lieben Maria / das ich den grus so zu nichte gemacht hette.

    Aber was frage ich darnach? sie toben oder rasen / jch wil nicht wehren / das sie verdeutschen was sie woͤllen / ich wil aber auch verdeutschē / nicht wie sie woͤllen / sonder wie ich wil / wer es nicht haben wil / der las mirs stehen / vn̄ halt seine meisterschafft bey sich / denn ich wil ir weder sehen noch hoͤren / sie dorffen fur mein dolmetzschen nicht antwort geben / noch rechenschafft thun / Das hoͤrestu wol / ich wil sagen / du holdselige Maria / du liebe Maria. vnd las sie sagen / du volgnaden Maria. Wer Deutsch kan / der weis wol / welch ein hertzlich fein wort das ist / die liebe Maria / der lieb Gott / der liebe Keiser / der liebe fürst / der lieb man / das liebe kind. Vnd ich weis nicht / ob man das wort liebe / auch so hertzlich vnd gnugsam in Lateinischer oder andern sprachen reden muͤg / das also dringe vnd klinge ynns hertz / durch alle sinne wie es thut in vnser sprache.

    Denn ich halt S. Lucas als ein meister in Hebreischer vnd Greckischer sprache / hab das Hebreisch wort / so der Engel gebraucht / woͤllen mit dem Greckischen kecharitomeni / treffen vnd deutlich geben. Vnd denck mir der Engel Gabriel habe mit Maria geredt / wie er mit Daniel redet / vnd nennet jnn / Ha- [Page b2r]mudoth vn̄ Isch Hamudoth / vir desideriorum / das ist / du lieber Daniel. Denn das ist Gabrielis weise zu reden / wie wir jhm Daniel sehen. Wenn ich nu den buchstaben nach / aus der esel kunst / solt des Engels wort verdeutschen / muste ich also sagen / Daniel du man der begirungen oder / Daniel du man der luͤste / O das were schon deutsch / Ein deutscher horet wol / das Man / Luͤste / oder begyrunge / deutsche wort sind / wie wol es nicht eytel reine deutsche wort sind / sondern lust vnd begyr / weren wol besser. Aber wenn sie so zusamen gefasset werden / du man der begyrungen / so weiß kein deutscher was gesagt ist / denckt / das Daniel villeicht vol boͤser lust stecke / Das hiesse denn fein gedolmetzscht. Darumb mus ich hie die buchstaben faren lassen / vnnd forschen / wie der Deutsche man solchs redet / welchs der Ebreische mā isch Hamudoth redet / So finde ich / das der deutsche mā also spricht / Du lieber Daniel / du liebe Maria / oder du holdselige mad / du medliche junckfraw / du zartes weib / vnd der gleichen. Den̄ wer dolmetzschen wil / mus grosse vorrath von worten haben / das er die wol koͤnne haben / wo eins an allen orten nicht lauten will.

    Vnd was sol ich vil vnd lange sagen von dolmetzschenn? Solt ich aller meiner wort vrsachen vnnd gedancken anzeigen / ich muͤste wol ein jar dran zu schreiben haben. Was dolmetschen fur kunst vnd erbeit sey / das hab ich wol erfaren / darumb wil ich keinen papstesel noch maulesel / die nichts versucht habē / hierinn zum richter oder thadeller leiden. Wer mein dolmetzschen nicht wil / der las es anstehen / Der Teuffel dancke yhm / wers vngerne hat oder on meinen willen vnd wissen meistert. Sols gemeistert werden / so wil ichs selber thun. Wo ichs selber nicht thu / da lasse man mir mein dolmetzschen mit friden / vnd mache ein iglicher was er wil fur sich selbs / vnd habe ym ein gut jar.

    Das kan ich mit gutem gewissen zeugen / das ich meine hoͤchste trew vnd vleiß drinnen erzeigt / vnd nye kein falsche gedanckē gehabt habe / denn ich habe keinen heller da fur genomen noch gesuͤcht / noch damit gewonnen / So hab ich meine ehre drinnē nicht [Page b2v]gemeinet / das weis Gott mein Herr / sondern habs zu dienst gethan den lieben Christen / vnnd zu ehren einem der droben sitzet / der mir alle stunde so vil guts thut / das wenn ich tausent mal so vil vnd vleissig gedolmetzscht / dennoch nicht eine stunde verdienet hette zu leben / odder ein gesundt auge zu haben / Es ist alles seiner gnaden vn̄ barmhertzigkeit / was ich bin vnd habe / Ja es ist seines theurē bluts und saüren schweißes / darumb sols auch (ob Gott wil) alles yhm zu ehren dienen / mit freuden vnnd von hertzen. Lestern mich die Sudeler vnd Bapstesel / wol an / so lobenn mich die frumen Christen sampt yhrem hern Christo / Vnd bin allzu reichlich belohnet / wo mich nůr ein einiger Christ fur einen trewē erbeiter erkennet. Ich frag nach Bapsteseln nichts / sie sind nicht werd / das sie meine erbeit sollen erkennen / vnd solt mir ym grund meins hertzen leid sein / das sie mich lobetenn. Ihr lestern ist mein hoͤhester rhům vn̄ ehr / Ich will doch ein Doctor / ja auch ein ausbuͤndiger Doctor sein / vnd sie sollen mir den namen nicht nemen / biß an den Juͤngsten tag / das weiß ich furwar.

    Doch hab ich widerumb nicht allzu frey die buchstaben lassen faren / Sondern mit grossen sorgen sampt meinen gehülffen drauff gesehen / das wo etwa an einem ort gelegenn ist / hab ichs nach den buchstaben behalten / vn̄ bin nicht so frey dauon gangē / als Johannes .6. da Christus spricht / Disen hat Got der vatter versiegelt / da were wol besser deutsch gewest / Disen hat Gott der Vater gezeichent / odder disen meinet Gott der vater. Aber ich habe ehe woͤllen der deutschen sprache abbrechen / denn von dem wort weichen. Ah es ist dolmetzschen ja nicht eines iglichen kunst / wie die tollen Heiligē meinē / Es gehoͤret dazu ein recht / frum / trew / vleissig / forchtsam / Christlich / geleret / erfarn / geuͤbet hertz / Darumb halt ich / das kein falscher Christ noch rottengeist trewlich dolmetzschen koͤnne / wie das wol scheinet inn den prophetenn zu Wormbs verdeutschet / darinn doch warlich grosser vleis geschehen / vnd meinem deutschen fast nach gangen ist. Aber es sind Juͤden da bey gewest / die Christo nicht grosse hulde erzeigt haben / sonst were kunst vnd vleiß genug da.

    [Page b3r]Das sey vom dolmetzschen vn̄ art der sprachen gesagt. Aber nu hab ich nicht allein der sprachen art vertrawet vnd gefolget / das ich Roma. 3. solum (Allein) hab hinzu gesetzt / Sonder der text vnd die meinung S. Pauli foddern vnd erzwingens mit gewallt / denn er handelt ja daselbs das hauptstuͤck Christlicher lere / nemlich das wir durch den glauben an Christū / on alle werck des gesetzs gerecht werden / Vnd schneit alle werck so rein abe / dz er auch spricht / des gesetzes (das doch Gottes gesetz vn̄ wort ist) werck nicht helffen zur gerechtigkeit / Vnd setzt zum exempel Abraham / das der selbige sey so gar on werck gerecht worden / das auch das hoͤhest werck / das dazu mal new gepotē ward von got fur vnd vber allen andern gesetzen vnd wercken / nemlich die beschneidung / yhm nicht geholffen hab zur gerechtigkeit / sonder sey on die beschneidung vnd on alle werck gerecht worden durch den glaubē wie er spricht Cap. 4. Ist Abraham durch werck gerecht wordenn / so mag er sich rhuͤmen / aber nicht fur Gott. Wo man aber alle werck so rein abschneit / vn̄ da mus ja die meinung sein / das allein der glaube gerecht mache / vnd wer deutlich vnd durre von solchem abschneiden der werck redet wil / der mus sagen / Allein der glaube / vnd nicht die werck machen vns gerecht / dz zwinget die sache selbs neben der sprachen art.

    Ja sprechen sie / Es laut ergerlich / vnd die leute lernē daraus verstehen / das sie keine gute werck thun duͤrffen. Lieber was sol man sagen? Ists nicht viel ergerlicher / das S. Pauls selbs nicht sagt / allein der glaube / sondern schuttets wol groͤber eraus / vnd stosset dem faß den boden aus vnd spricht / On des gesetzs werck / Vnd Gala. 1. nicht durch die werck des gesetzes / vn̄ des vil mehr an andern orten / denn das wort (allein der glaube) moͤcht noch eine gloß findē / Aber das wort (on werck des gesetzs) ist so grob / ergerlich / schendtlich / das man mit keiner glossenn helffen kan / Wie viel mehr moͤchten hieraus die leute lernen kein gute werck thun / da sie hoͤren mit so durren starcken worten von den werckē selbs predigen (Kein werck / on werck / nicht durch werck) / ist nu dz nicht ergerlich / das mā (on werck / kein werck / nicht durch werck) [Page b3v]predigt / was solts den̄ ergerlich sein / so man diß (allein der glaube) predigt?

    Vnd dz noch ergerlich ist / S. Paulus verwuͤrfft nicht schlechte gemeine werck / sonder des gesetzes selbs. Daraus moͤchte wol yemand sich noch mehr ergern vnd sagen / Das gesetz sey verdāpt vnd verflucht fur Gott / vnd man solle eytel boses thun / wie die theten Roman. 3: Last vns boͤses thun / auff das es gut werde / wie auch ein rotten geyst zu vnser zeit anfieng. Solt man vmb solcher ergernis willen S. Paulus wort verlaugnen / oder nicht frisch vnd frey vom glauben reden? Lieber eben S. Paulus vn̄ wir woͤllen solch ergernis haben / vn̄ leren vmb keiner ander vrsachen willen / so starck wider die werck / vn̄ treiben allein auff den glauben / das die leute sollen sich ergern / stossen vnd fallen / damit sie mugen lernen vn̄ wissen / das sie durch yr gute werck nit frum werden / sondern allein durch Christus tod vn̄ aufferstehē / Koͤnnen sie nu durch gute werck des gesetzes nicht frum werden / wie vil weniger werden sie frum werden durch boͤse werck vn̄ on gesetz / Darumb folget es nicht / Gute werck helffen nicht / darumb helffen boͤse werck / gleich als nicht fein folgt / Die sonne kan dem blinden nicht helffen das er sehe / darumb mus ym die nacht vnd finsternis helffen / das er sehe.

    Mich wundert aber / das man sich yn diser offentlichen sachē so mag sperrē. Sage mir doch / ob Christus tod vn̄ auffersteē vnser werck sey / das wir thun / oder nicht? Es ist ja nit vnser werck / noch einiges gesetzes werck. Nu macht vns ja allein Christus tod vn̄ aufferstehen frey von sunden vn̄ frum / wie Paulus sagt Ro. 4. Er ist gestorbē vmb vnser sunde willen / vn̄ aufferstandē vmb vnser gerechtigkeit willē. Weiter sage mir / Welchs ist dz werck / damit wir Christus tod vn̄ aufferstehē fassen vn̄ haltē? Es mus ja kein eusserlich werck / sondern allein der ewige glaube ym hertzen sein / der selbige allein / ja gar allein / vnd on alle werck fasset solchen tod vn̄ aufferstehen wo es gepredigt wird durchs Euangelion. Was ists den̄ nu / dz man so tobet vn̄ wuͤtet / ketzert vn̄ brēnet / so die sach ym grundt selbs klerlich da ligt und beweiset / das [Page b4r]allein der glaube Christus tod vn̄ aufferstehē fasse on alle werck / vnd der selbige tod vn̄ aufferstehen sey vnser leben vnd gerechtigkeit. So es den̄ an ym selbs offentlich also ist / dz allein der glaube vns solch lebē vn̄ gerechtigkeit bringet / fasset vn̄ gibt / Warūb soll man den̄ nicht auch also redē? Es ist nit ketzerey / dz der glaube allein Christū fasset / vn̄ das leben gibt / Aber ketzerey muss es sein wer solchs sagt oder redet. Sind sie nit toll / toͤricht vn̄ vnsinig? die sachē beken̄en sie fur recht / vn̄ straffen doch die rede vō der selbigen sache fur vnrecht / keinerley zu gleich / mus beide recht vn̄ vnrecht sein.

    Auch bin ichs nicht allein / noch der erste / der da sagt / Allein der glaube mach gerecht / Es hat fur mir Ambrosius / Aug. vn̄ vil andere gesagt / Vn̄ wer S. Paulū lesen vn̄ verstehen sol / der mus wol so sagen / vn̄ kan nit anders. Seine wort sind zu starck / vn̄ leidē kein / ja gar kein werck. Ists kein werck / so mus der glaube allein sein. O wie solt es so gar ein feine / besserliche / vnergerliche lere sein / wen̄ die leute lerntē / dz sie neben dem glauben / auch durch werck frum moͤchtē werden / Dz wer so vil gesagt / dz nicht allein Christus tod vnser sunde weg neme / sondern vnsere werck thettē auch etwz da zu / dz hies Christus tod fein geehret / das vnser werck ym hulffen / vn̄ koͤndtē das auch thun das er thut / auff das wir yhm gleich gut vn̄ starck weren. Es ist der Teuffel / der das blut Christi nicht kan vngeschendet lassen.

    Weil nu die sache ym grūd selbs fodert / dz man sage / Allein der glaub macht gerecht / Vn̄ vnser deutschē sprachē art / die solchs auch lernt also aus zusprechen. Habe dazu der Heiligē vaͤter exēpel / vn̄ zwinget auch die fahr der leute / dz sie nit an den werckē hangē bleibē / vn̄ des glaubēs feilē / vn̄ Christū verlierē / sonderlich zu diser zeit / da sie so lang her der werck gewonet / vn̄ mit macht davon zu reissen sind. So ists nit allein recht / sondern auch hoch vō noͤtē / dz man auffs aller deutlichst vn̄ voligst eraus sage / Allein der glaube on werck macht frum / vnd rewet mich / das ich nit auch dazu gesetzt habe alle vn̄ aller / also on alle werck aller gesetz das es vol vnd rund eraus gesprochen were / darūb sols in meinē [Page b4v]Newen Testament bleiben / vnd solten alle Papstesel toll vnd toͤricht werden / so sollen sie mirs nicht eraus bringen. Das sey yetzt dauon gnug / Weiter wil ich (so Gott gnade gibt) dauon reden ym buchlin de iustificatione.

    Auff die andern frage / ob die verstorben Heiligen fur vns bitten. Darauff wil ich yetzt kuͤrtzlich antwortenn / denn ich gedenck einen sermon von den lieben Engeln auszulassen / darinn ich diß stuͤck weitter (wils Gott) handeln werde. Erstlich wisset yhr / das ym Bapstum nicht allein das geleret ist / das die Heiligen ym hymel fur vns bitten / Welchs mir doch nicht wissenn koͤnnen / weil die schrifft vns solchs nicht sagt / Sondern auch dz man die Heiligen zu Goͤtter gemacht hat / das sie vnser Patron haben muͤssen sein / die wir anruͤffen sollenn / Etlich auch die nye gewest sind / Vnd einem iglichen heiligen sonderliche krafft vnd macht zu geeigent / einem vber fewr / diesen vber wasser / diesenn vber pestilentz / fieber / vnd allerley plage / das Gott selbs hat gar muͤssig sein muͤssen / vnd die Heiligen lassen an seiner stat wirckē vnd schaffen. Disen grewel fuͤlen die Papisten yetzt wol / vnd ziehen heimlich die pfeiffen ein / putzen vnnd schmuͤcken sich nu mit dem furbitt der Heiligen. Aber diß wil ich ytzt auffschiebē. Aber was gillts / ob ichs vergessen / vnd solchs putzen vnd schmuͤcken also vngebuͤsset hin gehen lassen werde.

    Zum andern / wisset yhr / das Gott mit keinem wort gebotten hat / wedder Engel noch Heiligen vmb furbit anzuruͤffenn / Habt auch yn der schrifft des kein exempel / denn man findet / das die lieben Engel mit den vaͤtern vnd propheten geredt haben / Aber nye keiner ist vor yhnen vmb furbit gebeten wordenn / Das auch der ertzuater Jacob seinenn kampffengel nicht vmb furbit bat / sondern nam allein den segen von yhm. Man findet aber wol das widerspiel yn Apocalypsi / dz der Engel sich nicht wolt lassen anbetten von Joanne / Vnnd findet sich also / das Heiligen dienst sey ein lauter menschen tandt / vnd ein eygen fuͤndlin ausser Gottes wort vnd der schrifft.

    [Page c1r]Weil vns aber yn Gotes dienst nichts gebuͤrt furzunemē on gottes befelh / Vn̄ wer es furnimpt / dz ist ein gottes versuchūg / Darumb ists nicht zu rathen noch zu leiden / das man die verstorbenn Heiligenn vmb furbitt anruͤffe / oder anruͤffen lere / sonder sols vil mehr verdamnen vn̄ meidē lerē / Derhalbē ich auch nicht dazu rathen / vn̄ mein gewissen mit frembder missethat nicht beschweren wil. Es ist mir selber aus der massen saür worden / dz ich mich von den Heiligen gerissen habe / den̄ ich vber alle masse tieff drinnen gesteckt vnd ersoffen gewest bin. Aber das liecht des Euangelij ist nu so helle am tag / das hinfurt niemand entschuldigt ist / wo er ym finsternis bleibt. Wir wissen fast alle wol / wz wir thun sollen.

    Vber dz so ists an ym selbs ein ferlicher ergerlicher dienst / dz die leute gewonē gar leicht sich von Christo zu wenden / vn̄ lernē bald mehr zuuersicht auff die Heiligen / den̄ auff Christo selbs zu setzen / Den̄ es ist die natur on dz all zu seer geneigt von got vnd Christo zu fliehen / vn̄ auff menschen zu trawen / Ja es wird aus der massen schweer / das man lerne auff Got vn̄ Christū trawē / wie wir doch gelobt haben vnnd schuldig sind / Darumb ist solch ergernis nicht zu dulden / damit die schwachen vn̄ fleischlichen leute ein abgoͤterey anrichten / widder das erste gebot / vn̄ wider vnser tauffe. Man treibe nur getrost die zuuersicht vn̄ vertrawē vō den Heiligen zu Christo / beide mit leren vn̄ vben / es hat dennoch muͤhe vn̄ hindernis gnug / dz man zu jm kompt vn̄ recht ergreifft. Man darff den Teuffel nicht vber die thuͤr malē / Er findet sich wol selbs.

    Zu letzt / sind wir ja gewiß / das got nicht drumb zurnet / vn̄ sind wol sicher / ob wir die Heiligen nicht vmb furbit anruͤffen / weil ers nirgent geboten hat / den̄ er spricht / dz er sey ein eyfferer / der die missethat heimsucht an denen / die sein gebot nicht halten / Hie aber ist kein gebot / darūb auch keinn zorn zu furchten. Weil den̄ hie auff diser seiten sicherheit ist / vn̄ dort grosse fahr vn̄ ergernis wider gottes wort / Warūb wolten wir vns den̄ aus der sicherheit begeben yn die fahr / da wir kein Gottes wort haben / das vns in der not / halten / troͤsten oder erretten kan? Den̄ es stehet ge [Page c1v]schriben, Wer sich gern in die fahr gibt / der wird drinnen vmkomen. Auch spricht gottes gebott / Du solt got deinen herrn nicht versuchen.

    Ja sprechen sie / damit verdampstu die gantzen Christenheit die allenthalben solchs bißher gehalten hat. Antwort / Ich weiß fast wol / dz die Pfaffen vn̄ Münich / solchen deckel yhrer grewel suchen / vn̄ woͤllen auff die Christenheit schieben / was sie verwarloset haben / Auff das / wen̄ wir sagē / die Christenheit yrre nicht / so sollen wir auch sagen / dz sie auch nicht yrren / vn̄ also kein luͤgē auch yrrthum an yn muͤge gestrafft werden / weil es die Christēheit so helt. Also ist den̄ keine walfart (wie offenberlich der teufel da sey) kein ablas (wie grob die luͤgen sey) vnrecht. Kurtzumb eytel heiligkeit ist da / Darumb solt yr hie zu so sagē / Wir handeln ytzt nicht wer verdampt odder nicht verdampt sei. Dise frembde sache mengen sie da her / dz sie vns von vnser sache furen / Wir hādeln ytzt vō gottes wort / was die Christenheit sey oder thu / dz gehoͤret auff ein ander ort. Hie fragt man / was gottes wort sey odder nit. Wz gottes wort nit ist / dz macht auch keine Christēheit.

    Wir lesen zur zeit Helie des propheten / dz offentlich kein gottes wort noch gottes dienst war ym gantzen volck Israel / wie er spricht / Herr sie habē deine prophetē getoͤdt / vn̄ deine altar vmbgegraben / Vnd bin ich gar alleine. Hie wird der koͤnig Ahab vn̄ andere auch gesagt haben / Elia / mit solcher rede verdampstu dz gantz volck gottes. Aber gott hatte gleich wol sieben tausent behaltē. Wie? Meinstu nit dz got vnter dem Bapstū ytzt auch habe koͤnnen die seinen erhalten / ob gleich die pfaffen vn̄ münche in der Christenheit eytel teufels lerer gewest / vnd in die hell gefaren sind? Es sind gar vil kinder vn̄ junges volck gestorbē in Christo / Den̄ Christus hat mit gewalt vnter seinē Widerchrist die taufe dazu dē blossen text des Euangelij auff der cantzel / vn̄ dz Vater vnser / vn̄ den glauben erhalten / damit er gar viel seiner Christen vn̄ also seine Christenheit erhalten / vn̄ den teuffels lerern nichts dauon gesagt.

    Vnd ob die Christen gleich haben etlich stuͤcke der Baͤpstlichen grewel gethan / so haben die Bapstesel damit noch nicht be [Page c2r]weiset / das die lieben Christē solchs gern gethan haben / vil weniger ist damit beweiset / dz die Christen recht gethan haben. Christen koͤnnen wol yrren / vnd sundigen allesampt / Gott aber hat sie allesampt leren betten vmb vergebung der sunden ym vater vnser / vnd hat yhr solch sunde / die sie haben mussen / vngern / vnwissend / vn̄ von dem Widerchrist gezwungen thun / wol wissen zu vergeben / vnd dennoch pfaffen vn̄ muͤnchē nichts dauon sagē. Aber dz kan man wol beweisen / das yn aller welt ymer ein gros heimlich mummeln vnd klagen gewest ist widder die geistlichen / als giengen sie mit der Christenheit nicht recht vmb / Vnnd die Bapstesel haben auch solchem mummeln mit fewr vnd schwerd trefflich widerstanden biß auff dise zeit daher. Solch mummeln beweiset wol / wie gern die Christen solch grewel gesehen / vnnd wie recht man daran gethan habe. Ja lieben Baͤpstesel / komet nu her / vnd saget / Es sey der Christenheit lere / wz yr erstunckē / erlogen / vnd als die boͤßwichter vn̄ verrether der lieben Christenheit mit gewalt auffgedrungen / vn̄ als die Ertzmoͤrder vil Christen druͤber ermoͤrdet habt / zeugen doch alle buchstaben yn allen Bapsts gesetzen / das nichts aus willen vn̄ rath der Christenheit ye mals sey gelert / sonder eytel districte / precipiēdo mandamus ist da / das ist yhr heiliger geist gewest. Solch tyrranney hat die Christenheit muͤssen leiden / damit yhr das sacrament geraubt / vnd on yhr schuld / so yn gefencknus gehalten ist. Vnd die Esel wolten solch vnleidlich tyranney yhrs freuels vns ytzt fur ein willige that vnd exempel der Christēheit verkauffen / vn̄ sich so fein putzen. Aber es will ytzt zu lang werdenn. Es sey das mal gnug auff die frage / Ein andermal mehr / Vn̄ haltet mir meine lange schrifft zu gut. Christus vnser Herr sey mit vns allen. Amen.

    Martinus Luther Ewr guter freundt.
    Dem Erbarn vnd fursichtigen N. meinem guͤnstigen herrn vnd freunde.
    [Page c2v]

    About this text

    Title: Ein sendbrieff D. M. Lutthers. Von Dolmetzscheñ vnd Fürbit der heiligenn.
    Author: Martin Luther
    Edition: Taylor edition
    Series: Taylor Editions: Reformation Pamphlets
    Editor: Edited by Emma Huber. English translation by Howard Jones.

    Description

    Luther wrote the Sendbrief vom Dolmetschen und Fürbitte der Heiligen in September 1530 at the fortress of Coburg, where he had been taken for his own safety under the protection of the Elector of Saxony Johann Friedrich. This was the year of the Diet of Augsburg at which Luther’s colleague Melanchthon made the first proclamation of Protestantism, the Augsburg Confession. The Sendbrief is Luther’s most extensive justification of his approach to Bible translation.

    About this edition

    This is a facsimile and transcription of Ein sendbrieff D. M. Lutthers. Von Dolmetzscheñ vnd Fürbit der heiligenn. Johann Petreius für Georg Rottmaier [Nürnberg: 1530]. It is held by the Taylor Institution Library (shelf mark: Arch.8o.1530.9). Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts (VD 16) reference number: L 5949

    The transcription has been encoded in TEI P5 XML by subject librarian Emma Huber.

    Transcribed from: Taylorian Arch.8o.1530.9. Images scanned from Taylorian Arch.8o.1530.9.

    Introduction

    The Facsimile

    When looking at the end of the facsimile, you see a blank page. Or do you? We decided to include a scan of this textless space because it actually tells a lot about the history of the Sendbrief, so much so that we can talk about the ‘three lives of a pamphlet’.

    1. The Pocket Pamphlet

    The grime on the edges and the crease in the middle of the page point to its first life: as an independent booklet, sold for not much more than a magazine today, folded by the buyer, carried in the pocket and, we imagine, passed surreptitiously between family and friends. The printing of pamphlets had increased exponentially since the controversy over Martin Luther’s 95 Theses. In the print edition have included woodcut borders from one of the first pamphlets of the controversy, the German sermon on indulgences of 1518, of which there are two different copies in the Taylorian collection, Ein Sermon oder Predig von dem Ablass vnd Gnade. Luther, Martin, and Pamphilus Gengenbach. [Basel: Pamphilus Gengenbach], 1518 and Eyn Sermon von dem Ablass vnnd Gnade. Luther, Martin, and Valentin Schumann. Leipzig: [Valentin Schumann], 1518.

    These pamphlets were printed on large sheets of rag paper, approximately A3-sized, with the help of a metal paper sieve. One of the lines impressed by the sieve (chainlines) is visible on the last page, running horizontally through the pencilled-in ‘T’. For the printing of the Sendbrief there were two-and-a-half of these sheets, marked ‘a’, ‘b’, and ‘c’ by the printer. Each sheet would be printed with a frame into which four pages were locked so that they folded into an approximately A5-sized booklet (you can print your own version of this.

    The watermark, also impressed by the sieve, ended up in the gutter between the second and third page of each folded sheet (quire). It can be hard to make out, but on the last page it is a diamond shape with a cross in it, probably the top half of a more complex watermark, faintly visible as a lighter shade three quarters of the way down the right-hand edge.

    To indicate to the seller or bookbinder how to fold the sheets, the sequence of pages within each of the quires (sheets) is marked. At the foot you see a ij, a iij, b, b ij, b iij, c. On each side there is also a ‘catchword’ which shows how the text continues on the next page.

    2. The Collectable Item

    Pamphlets did not have a high survival rate: they were zerlesen (read to pieces), recycled, or lost. Our ‘Sendbrief’ survived because it was bound with other similar matter into a ‘Sammelband’, a composite of items which were often connected thematically. It had to pay for its survival by being cropped to fit in with the rest of the collection – the missing upper part of the top line of the last page (c ij recto) bears witness to this. We do not know who did this but it was a popular practice among supporters of the Reformation to acquire a number of these booklets on similar topics and build up their own library of theological controversy. The collection must have been quite extensive since there is the shadow of what would have been a ‘Ledernase’ (tab made of leather) visible on the last page, making it easy to look up the single items in the composite volume.

    This particular collection ended up in the University Library of Heidelberg as the stamp Bibl: Univ: Heidelb on the back of the first page (a j verso) shows. There it was separated again when in the nineteenth century spare copies of pamphlets were sold off; hence the blue stamp with Dvplvm (duplicate) marking it as being for sale.

    3. The Teaching Tool

    The pamphlet did not enjoy its new found independence for long. In 1878 it changed hands again and moved to England. When the Taylorian acquired it, as marked in the new library stamp next to the Heidelberg one, it was bound again, and this time sewn together with a padding of sixteen leaves of wood-based modern paper and glued into a cardboard cover which then had the Taylor Institution ‘ex libris’ pasted on top. The numerous pencil marks give a whole history of shelfmarks between the acquisition date and the modern shelving system in which the rare or ‘Arch.’ material is kept in the Taylorian’s own strongroom. The current numbering reflects the status of the pamphlet (‘ARCH.’), the format (equivalent to a modern octavo = 8° volume, though historically it is a quarto format since it was folded just twice), G. for ‘German’, ‘1530’ for the year of its printing, and ‘(9)’ for the place in the sequence of German octavo pamphlets from this particular year, showing the rich crop of pamphlets among the holdings.

    The empty padding pages prepared the pamphlet for teaching at the Taylorian: it became a scholarly item ready for annotations by students and scholars. Although these modern pages have been respectfully left blank, the pamphlet has been intensively studied since that time. It forms an important link between studies in Theology, Historical Linguistics, Translation Theory, and History of the Book, and regularly features in handling sessions for undergraduate and graduate students. It is thus fitting that this should be the first in a series of scholarly facsimile editions of the library’s pamphlet holdings. We hope that it will encourage other colleagues to follow suit with their own editions, continuing to fulfil the pedagogical aim of the collection when it was built up in the nineteenth century.

    The Transcription

    The following is a practical guide based on my experience of teaching the Sendbrief and of teaching German prose translation. Early modern German was written to be performed. Luther’s readers would have had exposure to German writing largely as listeners, whether through mystery plays, sermons, or public performance of the works of the ‘Meistersinger’. The best approach to what may seem at first to be an impenetrable succession of prose sentences is therefore to read them aloud, particularly since Luther wrote the Sendbrief to argue for the importance of idiomatic expression and the ‘street value’ of language. You can listen to a recording of the Sendbrief online.

    We have not normalized the spelling, because the inconsistency is part of the reality of written German at the time. The short guide below is intended to help the modern reader decipher the transcription and enjoy the rhetorical flourish of Luther’s style.

    The main rule of thumb is to pronounce the words like their modern German equivalents regardless of differences in spelling.

    Punctuation

    Early modern prints use full stops, brackets, question marks, and virgules as punctuation marks. The “/” Virgel (virgule or forward slash) is the main means of structuring sentences, and stands for both a comma and a semicolon.

    Rule of thumb: Treat a virgule like a musical caesura, to pause for breath.

    Abbreviations

    Early prints took over from manuscripts some handy ways to save space. The main abbreviation mark is a dash “-”. It can be placed above any letter to replace a following n such as “dē” = den or (for Latin case endings only) an m such as “Christū” = Christum. There are also a number of established abbreviations for frequent words, mainly “dz” = das, “q;” = que, “vn̄” = und and “ď” = der.

    Rule of thumb: If you cannot figure out an abbreviation the first time it occurs, keep reading – they’ll come up again.

    u/v/w – v/f – i/j/y, and different s- and r-forms

    The Roman alphabet had only one symbol for u and vand one for i and j. u/v/w are therefore interchangeable, as are i/j/y, and v/f are both used for f, e.g. “vnd” = und; “trewe” = treue; “vleissig” = fleißig; “jhn” = ihn.

    Rule of thumb: pronounce u/v/w/f/i/j/y as in the equivalent modern German word.

    The two typographically different forms for s (long-ſ versus round-s) and for r (r versus 2:                          ) in the print have not been distinguished in the transcription.

    Umlaut and superscript e

    The umlaut sound would have been in the same position as in modern German but there is no strict rule for writing it; modern ä is mostly spelt as e, e.g. “lestern” = lästern; modern ü and ö are mostly spelt with a superscript e as in “Rotzloͤffel” for Rotzlöffel. Sometimes umlaut is not indicated but implied, especially when v is used instead of u, e.g. “vber” for über; also “ſuſſe” for süße.

    Rule of thumb: pronounce the umlaut whenever there is one in modern German.

    Diacritical marks above u

    Superscript o and double dots above u as in “bůch” for Buch and “saüren” for sauren originate from the manuscript practice of distinguishing u from n by a diacritical mark but do not indicate a different pronunciation.

    Rule of thumb: ignore diacritical marks above u.

    Double versus single consonants and s/ß, k/ck, z/tz

    There is no consistency in writing single and double consonant such as f/ff or n/nn, nor is there a difference in pronunciation, i.e. “tauffe” and “taufe” are pronounced the same. This also applies to s and ß (the latter started out as a ligature of long-ſ and z to indicate a double consonant), to k and ck (the spelling for double k), and to z and tz. Note that tz always sounds like modern German z, i.e. ts, not like English z.

    Rule of thumb: pronounce all words like their modern German equivalents.

    Use of h and e after vowels; long and short vowels

    While in medieval German each letter would have been sounded, e.g. “lieb” would have had a diphthong in the middle, e after vowels had become silent in 16th century, as had h. In most instances a following e or h indicates a long preceding vowel, but this is not consistent, e.g. “jhm” can stand both for modern im and ihm.

    Rule of thumb: pronounce all words like their modern German equivalents.

    Word division and “Zusammenschreibung”

    Hyphens in the form of “=” are used frequently but not consistently to indicate the continuation of words across line-breaks. Clear single words have been linked in the transcription but the irregular use of spaces between words such as “Esels koͤpffen” for Eselsköpfen, “zu rissen” for zerrissen or conversely “zuuerdeutschen” for zu verdeutschen has not been normalized.

    Capital letters

    Capital letters are used as in English to indicate the beginning of new sentences and for proper names but also for other words such as “Sola”, “Esel” or “Testament”; these have not been normalized since they highlight key terms.

    Sample transcription

    ‘Zum andern muͤgt yhr sagen / das ich das Newe Testamēt verdeutscht habe / auff mein bestes vermuͤgen vnd auff mein ge wissen / habe damit  niemand  gezwungen /  das  ers  lese /  sondern frey gelasen / vnd allein zu dienst gethan denen / die es nicht besser machen koͤnnen / Ist niemandt verboten ein bessers zu machen. ’

    The equivalent modern German text with normalized punctuation, capitalisation, no abbreviations, and umlaut:

    ‘Zum andern mögt ihr sagen, dass ich das Neue Testament verdeutscht habe auf mein bestes Vermögen und auf mein Gewissen; habe damit niemand gezwungen, dass er’s lese, sondern frei gelassen und allein zu Dienst getan denen, die es nicht besser machen können; ist niemand verboten, ein bessers zu machen.’

    Background to the work

    1. The significance of the Sendbrief [1] The full name in modern German is Ein Sendbrief vom Dolmetschen und Fürbitte der Heiligen (An Open Letter on Translating and the Intercession of Saints). For brevity we refer to the work as the Sendbrief.

    Martin Luther’s German translation unlocked the Bible for the millions of his contemporaries who did not understand Latin. It was not the first German version of the Bible, or even the first in print, but it was the first to reach a mass audience. Given Luther’s belief in ‘sola scriptura’, that is, scripture as the sole medium for the word of God, the translation of the Bible was an enactment of his own theology. A vernacular Bible in the hands of the laity was also a powerful weapon to challenge Church practices which had no scriptural basis.  

    It was not just the fact that Luther translated the Bible that was important: it was also the way he did it. Like others before him, Luther cultivated a sense-for-sense, as opposed to a word-for-word, approach. His great innovation was a translation style close in register to colloquial speech, but with a simple eloquence that brought the original text alive. The language of Luther’s Bible was so influential that even his opponents, Catholic and Protestant alike, used it as the basis for their own rival versions. Luther’s German Bible was to serve for centuries as a model of grammar and style, and to play a foundational part in the development of the standard language.

    In the Sendbrief Luther offers general advice on translation as well as a defence of some of the specific translation choices he made in his German New Testament. From these it becomes clear what his guiding principles were as a translator: an intimate knowledge of the source and target language, a feel for the idiom of both, and an understanding of the author’s purpose. The same questions preoccupy translators today, whether they are working with sacred texts or not. The Sendbrief affords us a glimpse into the translation technique of one its most successful exponents. 

    The Sendbrief also gives us a taste of Luther’s style and method of argument. His syntax and vocabulary are plain and direct, his tone sometimes academic but more often informal, and the text is interspersed with colourful turns of phrase. His arguments are, in keeping with academic discourse at the time, a combination of appeals to reason or authority, ridicule, and invective. In the Sendbrief we have Luther, at one point, analysing the Hebrew, Greek, and Latin precedents to argue against the translation, ‘Mary, full of grace’, and, at another, summarizing his attitude to Dr Snotty-Nose and his other detractors as follows: ‘The fact is, a donkey doesn’t need to do much braying: you just have to look at his ears’.

    2. The immediate circumstances of the Sendbrief

    Luther wrote the Sendbrief in September 1530 at the fortress of Coburg in Saxony. At this time the Imperial Diet (i.e. assembly) was taking place some 200 km away at Augsburg, where Luther’s colleague Melanchthon was making a formal proclamation of Protestantism, the Augsburg Confession. Luther did not attend, as he had been declared an outlaw at the Diet of Worms in 1521, and was relatively safe only in Saxony under the protection first, of the supportive Frederick the Wise, Elector of Saxony (d. 1525), and then of Frederick’s brother Johann, Elector since 1525. As well as corresponding with Melanchthon and his other colleagues at Augsburg, Luther spent his confinement at Coburg working on his translation of the Old Testament and on polemical writings such as the Sendbrief.   

    The pretext for the Sendbrief is that an anonymous (and possibly fictitious) friend of Luther’s has asked for guidance on two matters: (i) why Luther inserted the word ‘alone’ (‘allein’) in his translation of Romans 3: 28, so that it reads, ‘man is justified without the works of the law, by faith alone’ and (ii) whether the saints intercede by prayer in human affairs. Luther focuses mainly on the first of these topics, and uses the Sendbrief to set out his views on translation.

    On 12 September 1530 Luther sent the manuscript to his friend Wenceslaus Linck of Nuremberg with instructions for its publication. Linck had the text printed there with a foreword of his own dated 15 September 1530.

    The text reproduced here is the earliest surviving print, the so-called ‘A’ text, the printer of which is not named.[2] Full information on the print is available in the Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts (VD 16), online as vd16.de under VD16 L 5950. The next print, the ‘B’ text, was printed by Georg Rhaw at Wittenberg (where Luther was Professor of Theology), also in 1530. The B print appears to be based closely on A, but there are differences which make it possible that B was in fact copied from a (now lost) predecessor of A.

    3. The controversy over Luther’s Bible translation

    Luther’s translation of the New Testament was a bestseller when it first appeared in September 1522: the initial run of 3,000–5,000 copies sold out within weeks at a price equivalent to a labourer’s weekly wage, and a revised edition was published in December. By 1525, 14 authorized and 66 unauthorized versions had appeared. At the same time as he was writing the Sendbrief, Luther was completing the translation of the Old Testament, parts of which had already been published in instalments. Luther’s first complete Bible translation was to appear in 1534.

    Why was this controversial? During the Middle Ages there were few vernacular translations of the whole Bible. This suited the Catholic Church, which considered vernacular languages inferior to the sacred languages of Latin, Greek, and Hebrew, and which, by keeping the Bible in Latin, could maintain a monopoly on interpretation. Even after the appearance of printed German Bibles in the late fifteenth century, there is no evidence of widespread demand for Holy Scripture in this form, and the Bible continued to be accessible largely through verse adaptations, sermons, and selected readings. This all changed with Luther’s translation: now massive public attention was focused on the Bible in a version which the Church found unsuitably informal in tone and heretical in content. The Church’s objections were written up in 1523 in a critique by Hieronymus Emser (see Glossary of Names), who produced a corrected version of Luther’s New Testament in 1527. We discuss in Section 4 below the particular translation choices which Luther defends in the Sendbrief. First we summarize the theological reasons why they were controversial.      

    The terms relevant to this controversy are faith, grace, justification, and works. Luther and his opponents agreed that people are justified (or, as he sometimes puts it in the Sendbrief, ‘become righteous’) by God’s grace, but they disagreed about how.[3] Justification/righteousness is necessary for salvation, that is, the saving of the soul from sin and death. The official Church position was that a person is justified by a combination of faith in Christ and works, i.e. deeds. Luther, by contrast, held that a person is justified by faith alone. Moreover, while his opponents believed that, when people are justified, divine grace is infused into them, altering them intrinsically, Luther held that grace is a favour which is imputed to people but remains outside them. Luther’s belief that works do not help people to justification applied both to good works (good deeds done in accordance with Christian teaching) and to the works of the law (acts such as circumcision performed in fulfilment of Old Testament law). In Luther’s theology, people who are justified are by nature inclined to carry out good works, so justification is the cause, rather than the effect, of such works.

    A further point of contention between Luther and his opponents which is relevant to the Sendbrief is the authority of Scripture. For Luther’s opponents, Scripture meant the Vulgate, the Latin Bible translated from Hebrew and Greek by St Jerome in the fourth century. When Erasmus published his Greek-Latin parallel edition of the New Testament in 1516 (with a second edition in 1519), the Church did not object to this as a scholarly exercise, as long as it did not undermine the authority of the Vulgate or the Church’s own interpretation of it. For Luther, by contrast, Scripture meant the Bible in its original languages rather than the Vulgate, and Scripture was the sole authority. Luther made great use of Erasmus’s text of the New Testament in preparing his German version, and in many cases bypassed the Vulgate where he believed it to be based on a faulty reading of the Greek. 

    Away from the scholarly debates about ancient Biblical languages, Luther appealed to the authority of Scripture in a more obvious way, by condemning Church practices which had no scriptural basis at all. This he did most famously by attacking indulgences in his Ninety-Five Theses of 1517. Originally granted by the Church in recognition of the good deeds for which people’s punishments after death would be reduced, by Luther’s time indulgences were being widely sold to finance the Church itself, and in particular the building of St Peter’s at Rome. The latter part of the Sendbrief (from b4v)[4] Page references refer to the quire marks. is devoted to another practice encouraged by the Church which Luther considered to be without scriptural authority, namely asking departed saints to intercede on behalf of the living.

    However, the most controversial aspect of Luther’s position on Scripture was his belief in ‘sola scriptura’, for this turned his translation of the Bible into a challenge to the legitimacy of the Church itself.

    4. Luther’s discussion of translation in the Sendbrief

    In the Sendbrief Luther offers general advice on Bible translation, and comments on specific examples. His general advice can be summarized under the following headings:

    The qualities of a good translation. Luther stresses the need for an accessible, idiomatic version which reflects spoken German rather than being a word-for-word rendering of the Latin text; see especiallya4v.

    The qualities of a good translator. A translator must have a deep understanding of both the source and the target language and must be a true Christian (that is, one who shares Luther’s own theological viewpoint); see especially b2v-b3r .

    The best method of translating. Here Luther recommends: close observation of how ordinary Germans speak; patience and hard work; and collaboration with expert colleagues; see especially a4r-a4v.

    The German rendering which receives the most attention in the Sendbrief is (a2r):

    Latin: Arbitramur hominem iustificari ex fide absque operibus[5] The Latin which Luther cites here is not the wording of the Vulgate. It is close to that of Erasmus’s 1516 and 1519 editions of the New Testament, but it is not an exact quotation from Erasmus (for example, it does not include the Latin for ‘of the law’). Luther appears to be giving an approximate quotation from memory, but the omission may reflect the close association in Luther’s mind between ‘works of the law’ and ‘works’ in general. (Romans 3: 28)
    (‘We consider man to be justified by faith and without works’)
    Luther: Wir halten / das der mensch gerecht werde on des gesetzs werck / allein durch den glauben
    (‘We consider that man is justified without the works of the law, by faith alone’)

    The contentious point here is the addition of ‘allein’ (‘alone/only’), which Luther insists upon even though there is no equivalent in either the Latin version or the Greek original.[6] Note that Luther also stresses the exclusiveness of faith by moving ‘by faith alone’ to the end of the sentence. Luther starts by defending this addition on grounds of idiom: in German it is more natural when x is affirmed and y denied to say ‘only x and not y’ rather than ‘x and not y’ (p. a4v). What Luther does not say here is that, if there is an (unstated) alternative beyond x and y, such as z, then specifying ‘only x’ also changes the meaning by ruling out not just y, but z too. Thus, if faith (x) and the works of the law (y) are the only alternatives, specifying ‘faith alone’ rather than merely ‘faith’ does not change the meaning. But Luther’s opponents, including Emser, believed that there was an alternative to faith and the works of the law, namely good works (z), and that good works (along with faith) are necessary for justification (see Section 2 above).[7] Emser makes this distinction in a gloss to this passage of Romans in his 1527 version of the New Testament. For Luther’s opponents, therefore, the addition of ‘alone’ is not – or not only – a question of idiom, but changes the meaning. Later in the Sendbrief Luther does make the theological case for adding ‘only’. In contrast to Emser’s distinction between the works of the law and good works, Luther presents the works of the law as the epitome of all works (see p. b3r), so that when St Paul excludes the works of the law as a means to justification, all works, including good works, are excluded by implication.[8] The importance that Luther attaches to the addition of ‘only’ in Romans 3: 28 is inconsistent with his translation of Galatians 2: 16, where he renders a very similar Latin sentence without adding ‘alone’.

    The other German rendering discussed in the Sendbrief which appears to have a theological motivation is (p. b1r):

    Latin: Ave, gratia plena (Luke 1: 28)
    (‘Hail, woman full of grace’)
    Luther: Gegrusset seystu, holdselige (September 1522)
    (‘Greetings, gracious one’)

    Luther objects to a word-for-word translation from the Latin here on grounds of idiom, arguing that ‘full of grace’ would not be readily understood and would conjure up images such as ‘a barrel full of beer or a bag full of money’. However, elsewhere Luther does use ‘full’ with abstract nouns, and in John 1: 14 he even calls Jesus ‘full of grace’, which reduces the weight of his linguistic argument. Indeed, although Luther does not say so, it is likely that his avoidance of ‘full of grace’ was theologically motivated. As explained in Section 3 above, Luther held that grace did not exist in people, but remained outside them. Moreover, Emser had attacked Luther’s translation of this verse in his 1523 critique, arguing that, although ‘gratia’ could mean worldly ‘favour’, it had a divine sense when referring to God’s grace, as here.[9] Luther is being especially provocative here, in that his translation implies a denial that divine grace exists even in the Virgin Mary. Although a saint, she was a human being and therefore, to Luther, lacked the divine quality which would be implied if she were held to be ‘full of grace’.    

    The original Greek word underlying the Latin ‘gratia plena’ is ‘kecharitōmenē’, ‘beloved, endowed with favour/grace’. Luther (b2r) takes this word to be St Luke’s attempt to render a Hebrew word meaning ‘beloved, valued’ which occurs in ‘Ish Chamudot’ ‘man greatly loved/valued’ in the Old Testament Book of Daniel (e.g. Daniel 9: 23). In the Vulgate version of Daniel this greeting is rendered as ‘vir desideriorum’. Luther mockingly points out that a word-for-word translation of this phrase into German would be ‘man of desires’ (‘man der lüste’), which would misleadingly suggest that Daniel was a sinful pleasure-seeker. It is noticeable that Luther’s case against the word-for-word translation ‘Mary, full of grace’ includes an appeal to clear, idiomatic German as well as a detailed analysis of the underlying Greek and Hebrew, but that the theological argument that grace cannot exist in people is not actually stated.               

    Luther rejects a word-for-word translation of the Latin in three further cases. Thus ‘abundance of heart’ (Matthew 12: 34, Luke 6: 45) strikes Luther as unidiomatic (b1r), while ‘loss of ointment’ (Matthew 26: 8, Mark 14: 4) erroneously suggests that the ointment poured over Jesus’ head has been mislaid (b1r). In the translation discussed on b2v Luther also recommends a departure from the Latin, but this time at the expense of idiomatic German. Here he defends his use of a verb meaning ‘to seal’ rather than one meaning ‘to indicate’ in, ‘This is the man whom God the Father has sealed’ (John 6: 27). In doing so, Luther keeps closer to the sense of the Greek ‘esphragisen’ ‘sealed’, than to that of the Latin ‘signavit’, which can mean ‘sealed’ but also has a wider meaning of ‘indicated’. Luther believed that ‘sealed’ had the special sense of ‘endowed with the Holy Spirit’, which he wants to preserve even though he considers that a translation closer to the Latin would have sounded better in German.

    Although Luther had a clear interest in language for its own sake, all of his pronouncements on translation in the Sendbrief can be viewed in terms of his own theology. Luther’s views on justification and grace are clear in his choice of wording in Romans 3: 28 and Luke 1: 28. His belief in the authority of the original scriptural languages is reflected in the discussion of Luke 1: 28 (together with the angel Gabriel’s greeting in the Book of Daniel) and in his choice of ‘to seal’ in John 6: 27. More generally, Luther’s belief in ‘sola scriptura’ underlies his general preference for accessible German: if the Bible is to serve as the unique medium with God, it must be written in an idiom which the people can understand.  

    5. A note on the translation provided here

    The translation of the Sendbrief is intended to be close enough to help readers follow the German parallel text, while conveying in English something of Luther’s style (see Section 1 above).[10] Luther’s simple and direct style can be seen by contrasting it with the more formal preface by Wenceslas Linck. Proverbs and sayings have been translated closely where they seem to work in English, but otherwise an equivalent with a similar underlying meaning has been given and a more literal translation provided in a footnote.

    6. Suggestions for further reading

    There is a vast literature on Luther’s theory and practice of translation as well as on the legacy of his German Bible. For up-to-date suggestions for further reading, go to www.bodleian.ox.ac.uk/taylor and enter ‘Sendbrief bibliography’ in the ‘Search’ box.

    7. Acknowledgements

    Henrike Lähnemann and Emma Huber each wrote some of the introductory material, but I should also like to thank them for their enormous help with the rest. Henrike made countless improvements to the translation and Emma very skilfully brought the very different parts together into a coherent whole. I am also grateful for the excellent suggestions of Jeffrey Ashcroft, John Flood, Anna Linton, Alastair Matthews, Charlotte Methuen, Edmund Wareham, Helen Warner, and Chris Wells.

    Glossary of Names

    St Ambrose. 339-397.
    A Roman Christian who became Bishop of Milan. Like St Augustine, he was a ‘Father of the Church’, whose orthodoxy in matters of scriptural interpretation was not in doubt.
    Aristotle. 384-322 B.C.
    Greek philosopher whose works on logic and ethics Luther taught but later rejected.
    St Augustine. 354-430.
    North African Christian who became Bishop of Hippo. Luther had been a monk in the Order of St Augustine. See St Ambrose.
    Bungler (of Dresden).
    See Emser
    Matthäus Aurogallus. c 1490-1543.
    Professor of Hebrew at Wittenberg. Colleague of Luther’s and collaborator on the translation of the Old Testament. Aurogallus is a Latinized version of his birth name Goldhahn (literally ‘golden cock’).
    Johann Dobeneck. 1479-1552.
    Secretary to George of Saxony and opponent of Luther. Helped prepare the case against the Reformers at the Diet of Augsburg (see Background, Section 2). Luther’s nickname of ‘Rotzlöffel’ (literally ‘Snot-spoon’ but translated here as ‘Snotty-Nose’) refers to an upstart youth, but it is an elaborate pun. Dobeneck came from Wendelstein near Nuremberg; the name ‘Wendelstein’ literally means ‘winding stone’ and Dobeneck called himself Johann Cochläus based on the Latin ‘cochlea’ which means ‘snail’ or ‘spiral’. Luther plays on the similarity between this and the Latin word ‘cochlear’, meaning ‘spoon’.
    Hieronymus Emser. 1477-1527.
    Also referred to as ‘Bungler of Dresden’. Court Theologian to Duke George of Saxony and antagonist of Luther’s. Wrote a long critique of Luther’s New Testament and in 1527 produced a corrected version of Luther’s New Testament (see Background, Sections 3 and 4).
    Johann Faber of Leutkirch. 1478-1541.
    Real name Johann Heigerlin. Once a friend of Erasmus’s and supporter of the Reformers, he turned hostile in the early 1520s. Became Bishop of Vienna in 1530. Helped prepare the case against the Reformers at the Diet of Augsburg (see Background, Section 2). Called himself Faber after his father, a blacksmith (Latin ‘faber’ means ‘craftsman’), and Luther mocks him by translating this into German as ‘Schmidt’.
    Duke George of Saxony. 1471-1539.
    Cousin of the Elector of Saxony and opponent of Luther. Demanded that in his territory Luther’s German translation of the New Testament should be collected and burned, and later wrote a preface to Emser’s New Testament which was hostile to Luther (see Background, Sections 2 and 3).
    St Jerome. c 347-420.
    Translator of the Bible into Latin. His version, known as the ‘Vulgate’, was to become the Catholic Church’s official text of the Bible. Luther likened himself to Jerome in that both were criticized by their contemporaries for their Bible translations.
    Wenceslas Linck, 1483-1547.
    Close friend of Luther’s from student days. Became Dean of the Faculty of Theology at Wittenberg and Vicar General of the Augustinian Order. Resigned in 1523 to follow Luther. Linck was the recipient of the Sendbrief, and his account of how it came into his possession was a fiction agreed with Luther (see Background, Section 2).
    Philipp Melanchthon. 1497-1560.
    Professor of Greek at Wittenberg, and a friend, close colleague, and collaborator of Luther’s on the translation of the Bible. A leading reformer who played a major part in the Diet of Augsburg (see Background, Section 2). ‘Melanchthon’ is a Hellenized version of his birth name Schwartzerdt (literally ‘black earth’).
    Dr Schmidt.
    See Johann Faber of Leutkirch.
    Dr Snotty-Nose.
    See Johann Dobeneck.

    Availability

    Publication: Taylor Institution Library, one of the Bodleian Libraries of the University of Oxford, 2015. XML files are available for download under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License . Images are available for download under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International License .

    Source edition

    Ein sendbrieff D. M. Lutthers. Von Dolmetzscheñ vnd Fürbit der heiligenn. [Nürnberg: Johann Petreius für Georg Rottmaier, 1530] (with an English translation by Howard Jones.) 

    Editorial principles

    Created by encoding transcription from printed text.

    The abbreviations in the text have been reproduced in the transcription. Line breaks and other features of the printed text have not been encoded.